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THEMA: Europäische Aussenborder ab 1935 ?

Europäische Aussenborder ab 1935 ? 19 Sep 2015 23:40 #21

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raptoruli schrieb:
...die 284 km/h stehen immer noch ! Mehr geht wohl nich.

Das konnte aufgrund einer pragmatischen Firmenentscheidung zumindest nicht mehr geklärt werden.

Seit knapp 26 Jahren steht der Rekord bei 176.556 mph, aufgestellt mit einer Art geschlossenem Picklefork von Karelsen und einem Evinrude V8 am Heck. Evinrude war zu der Zeit eh schon 3 Jahre lang Weltrekordhalter, sie wollten lediglich die Bestmarke weiter hoch setzen, um vorne eine "2" stehen zu haben. Sprich: das Boot wurde in der ganz konkreten Absicht gebaut, um die 200 mph-Grenze zu knacken. Tatsächlich lief das Boot in mehreren Läufen auch deutlich über 180 mph (gemessen), aber aufgrund diverser Probleme sowohl mit dem Meßequipment und der Bootstechnik als auch den Wasserverhältnissen kamen letztlich - als bester Durchschnitt aus Hin- und Rücklauf - "nur" die 176.556 mph raus.

Der Kampf um den Weltrekord war seit den späten 50er Jahren nur noch eine Angelegenheit zwischen den beiden Firmen Mercury und OMC (= Johnson + Evinrude). Nach diesem letzten Rekordversuch im November 1985 beschlossen OMC und Mercury gemeinsam, von weiteren Rekordversuchen abzusehen. Diese Entscheidung hing u.a. auch mit der zunehmenden japanischen Konkurrenz zusammen. Erstaunlich an der Sache ist allerdings, dass die Japaner daraufhin nicht ihrerseits versucht haben, den Weltrekord zu knacken.

Nachzulesen in "Racing Outboards 1907 - 1989. A History of the Great Horsepower Race" von Donald Peterson. Wäre ein Buch für dich, Uli... von vorne bis hinten nur Motoren. Klickstduhier
Keep the flat side on the water!
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 20 Sep 2015 16:41 #22

  • raptoruli
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Nur eine kleine Ergänzung !
einem Evinrude V8 am Heck.
Der auch "King-Kong" genannte 3,5 liter V 8 hatte mit dem Serienrennmotor nicht mehr viel gemeinsam.Der Propeller war von Boing/Seattle,Der Block wurde auf Kolben einer deutschen Firma umgebaut,um ihn mit Methanol/Nitromethan-Gemisch zu betreiben,und um auf eine "angemessene" Geschwindigkeit beim einfahren in die Messtrecke zu kommen auch noch Lachgaseinspritzung(nur kurz)
Ebenfalls ein Edelstahl-Lowerleg und.... :rauchen: Am Boot war der Motor mit extremen Negativ-Winkel befestigt(nicht trimmbar),um ein Abheben des 3-Punktbootes zu unterbinden :pfeif: Gerüchten zufolge soll das Aggregat weit über 600 PS gehabt haben,also wie ein AMG-Mercedes 6,3 ungefähr :mrgreen:

Ein Ritt auf der Kugel :pfeif: Uli
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 27 Dez 2020 22:07 #23

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Uwe Stehr schrieb:
Die angenietete Bedienungsanleitung ist auf Französisch, das ist nicht so mein Fachgebiet, aber diese AB wurde nach 1940 auch für die Wehrmacht gebaut ....

8-) Wenn ich aushelfen kann .....
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 27 Dez 2020 22:43 #24

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Jo_S schrieb:
Bristish Seagull-AB... der fast unverändert ab 1949 gebaut wurde. Die Dinger galten als unkaputtbar... die britische Marine forderte ABs, die 24 Stuunden am Tag nonstop laufen können. Habe bisher nur wenige Infos dazu finden können:

Hab' ich auch was zu da :super:
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 02 Jan 2021 05:54 #25

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raptoruli schrieb:
...Ein 3-Zylindersternmotor von 1938...Von der Fa. König-Motorenbau mit 500 ccm Hubraum.Diese seltsamen Aussenborder wurden leider nicht nur für Bootsrennen genutzt :kratz

Da mußt Du Dir keine Gedanken machen :troest:

Die Firma König hat zwar für die Rüstung produziert aber nach meinem wissen ausschließlich die 1-Zylinder Motoren über ihre beiden Berliner Außenlager ausgeliefert.

Nach Kriegsende und auf Grund der zerstörten Produktionsstätte griffen sie noch auf diese Lager zu und montierten für den aktuellen, dringenden Bedarf sowie bei Rep-Aufträgen.

Es wurden dann auch Nachkriegsmotoren mit Vorkriegsteilen ausgeliefert.

1937 begann man mit der Entwicklung, Ende 1938/ Anfang 1939 existierten erst 2 abweichende Prototypen.

Im Mai 1939 sollten Motoren bei Rennen in Dresden auf Standfestigkeit beprobt werden.

Der auf der zurückliegenden Wassersportausstellung präsentierte Motor war nur der einzige Prototyp, kein Serienmotor.

Für einen ersten, tatsächlich stattfindenen Renneinsatz (Text & Bild) konnte ich bisher nur Belege bei einem Magdeburger Rennen finden. (es gibt aber auch einen Text der vorherige Siege durch Blankenfeld erwähnt)

Hier fuhr Max Klinke sein "Maekki" (eine Konstruktion von Marconi) mit Startnummer 65 und Blankenfeld mit "Sternenkönig" (ein Nachbau der Maekki) (beide bei Franz Pfennig gebaut) mit der 64.

Auf entsprechenden Bildern von Magdeburg kann man bei Blankenfeld 2 verschiedene Ausführungen identifizieren, einer gleicht dem von Ernst in den Erprobungsfahrten bei König genutzten.

Klinke fährt ein hier anderes (augenscheinlich drittes) Modell.

Beim Großen Preis von Deutschland starten nur Ernst (mit "Ralle") und Blankenfeld mit Sternmotoren.

Nach 1939 fand ich keine Informationen zu diesen Motoren mehr, es existierte ein Katalog von König um 1938/39 wo dieser Motor beworben und für 1100 RM (mit normalem Getriebe abgebildet) angeboten wurde.

Es gibt Informationen das verschiedene Wehrmachtsteile für diesen Motor interessierten und ich habe auf der ersten "Pantoffel"-Ausstellung von Olaf Koenig in Dresden ein Bild von einer Testfahrt gesehen.

Eine tatsächliche gezielte Entwicklung, Fertigung, Auslieferung oder Nutzung des Sternmotors für/durch die Wehrmacht ist mir nicht bekannt.

Es gibt zwar einen Zeitungsbericht aus 1977 über die König Geschichte in der der Zwang zur Entwicklung erwähnt wird aber da hat der Schreiber nach meiner Meinung einige seiner Notizen vermischt.

Er gibt 1934/1935 als Zeitraum für die erfolgreiche Rennmotorentwicklung an, beschriftet ein Foto des Stern-Rennmotor als legendären Sturmbootmotor.

Dann erwähnt er den (gleichen) Rennmotor als Einzelstück und erzählt wie ihn schon 1938 ein Berliner Fahrer bei einem Motorbootennen in Warschau verloren hat ... nach Kriegsende ist er dann wieder in Polen aufgetaucht und König hat ihn zurück gakauft.

Ich selber weiß derzeitig nur um die 100%ig Existenz eines kompletten Motor's und eines unvollständigen Kraftkopfes.

Aus allem mir bekannten Bildmaterialien kann ich bisher nur auf 4-5 gefertigte Sternmotoren schließen.

Will sagen Du mußt den Motor nicht der originalität wegen in "Tarn" lackieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

eigenes Foto von der erwähnten "Pantoffel"-Ausstellung in Dresden


Dresden01590-Kopie.JPG



Sternkönig: Zeichnung aus der Yachtzeitschrift


SternknigWerftPfennig-Kopie.jpg
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 02 Jan 2021 14:58 #26

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Schickes Boot
Tschüss, Thomas (Stelzi)
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Europäische Aussenborder ab 1935 ? 07 Mär 2021 17:02 #27

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Gefunden im Booteforum

Senior

www.boote-forum.de/showthread.php?t=306627

Der Tank erinnert an den Anzani.....auf einer Abdeckung steht da aber FZ drauf
Grüße
Uli

bleibt daheim und gesund
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