Die Klassenregeln

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152VO Closed Course Rennen

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Am Anfang stand nur der Wunsch, gemeinsame Rennen mit historischen Outboard-Racing-Modellen auszutragen, die alle im gleichen Maßstab gebaut sind. Dann kam jedoch schnell die Einsicht, dass es ohne Regeln nicht geht, wenn man wirklich Spass haben will. Denn diese Boote sind alles andere als langsam! Fehlende oder schlecht durchdachte Regeln bedeuten: häufige Unfälle, technische Defekte und gefährliche Verletzungen. Das braucht niemand!

Auch wenn es auf den ersten Blick "viel" aussehen mag: der Schein trügt! Du wirst sehr schnell feststellen, dass die meisten Regeln einfach ganz selbstverständlich sind. Der Text wirkt nur deshalb recht lang, weil die Regeln sehr ausführlich erklärt sind. Das erspart Fehlinterpretationen. Unterm Strich sind es eindeutig weniger Regeln als in jeder anderen Rennklasse!

 

Ein Reglement, das Spass macht

"Regeln" - das hat immer gleich den Beigeschmack von Bürokratie und Einschränkung. Genau das wollen wir nicht - unsere Klasse soll so offen und kreativ wie möglich bleiben. Darum waren wir uns von Anfang an einig: so wenig Regeln wie möglich, so viele wie unbedingt nötig. Unsere Regeln sollen niemandem in seiner Freiheit behindern. Im Gegenteil: sie sollen einfache Leitsätze sein, um die Orientierung zu behalten, Chaos und Unfälle zu vermeiden und dadurch den gemeinsamen Spass überhaupt erst zu ermöglichen. Der Begriff "Orientierungshilfe" trifft den Grundgedanken besser.

Maximaler gemeinsamer Spass - das bedeutet: es muss ein paar Bauregeln geben, damit die Technik zuverlässig funktioniert und unser Rennfeld vorbildgetreu aussieht. Denn ein moderner Formel-1-Katamaran neben einem kleinen 30er-Jahre-Flatbottom würde die stimmige Gesamtoptik sofort zunichte machen. Ein paar Sicherheitsregeln sind ebenso erforderlich. Ein Racer, der wegen baulicher Mängel ungesteuert über den See rast, würde dem Spass schnell ein Ende setzen. Renn- und Wegerechtsregeln helfen uns, um Unfälle zu vermeiden. Du wirst es zu schätzen wissen, wenn dein wertvolles Boot schadlos wieder zurück nach Hause kommt. Und schliesslich haben wir uns noch freiwillig ein paar Regeln auf die Fahnen geschrieben: z.B. ein gemeinsames Klassenzeichen und einheitliche Startnummern. Regeln können (und sollen) auch Spass machen!

 

Das demokratische Prinzip

Neue oder geänderte Regeln werden im Forum diskutiert, verschiedene Lösungen werden vorgeschlagen und Abstimmungen durchgeführt. Einzellösungen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern immer hinsichtlich des 152VO-Grundgedankens und des gemeinsamen Ziels. Die sinnvollsten, einfachsten und zielführendsten Vorschläge werden schlussendlich im 152VO-Reglement ausformuliert. Diese "demokratische" Art der Reglement-Entwicklung wollen wir auch zukünftig beibehalten.

 

Maximale Freiheit ohne Chaos

In der 152VO-Klasse ist es problemlos möglich, ein 47 cm-Dreipunkter-Hydro mit 40 Mhz-Anlage, Brushlessmotor, LiPo-Akkus und Echtholzfinish im selben Rennen gegen ein 70 cm-Flatbottom mit 2,4 Ghz-Anlage, Bürstenmotor, LiFePo-Akkus und lackiertem Rumpf mit Stoffbespannung antreten zu lassen. Zwei sehr unterschiedliche Boote, ein buntes Rennfeld, maximale Freiheit für die Piloten. Warum ist das möglich? Weil wir Spass haben wollen... und weil diese Art von Freiheit keinerlei negative Auswirkungen für die Sicherheit aller Beteiligten hat. Nur dort, wo die Freiheit zum Chaos mutieren kann, greift das Reglement sinnvoll ein.

 

Das Gentlemen Agreement

Die wichtigste aller Regeln ist und bleibt jedoch das grundsätzliche "Gentlemen Agreement" aller 152VO-Piloten: ein weltoffener, freundschaftlicher, sehr lustiger und respektvoller Umgang miteinander, bei dem Rücksichtnahme und gegenseitige Hilfe absoluten Vorrang haben. Dieser Teamgeist ist es, der die 152VO-Klasse zu etwas Besonderem macht... wir nennen ihn auch den "152VO Garagen-Groove".